Wissensspeicher Feinoptik

 

Man sagt, ich bin ein unruhiger Geist mit vielen Ideen, Plänen, Interessen und Hobbys.

Was ich tue, mache ich mit ganzem Herzen, vollem Einsatz und Kreativität.

Vieles wird dann auch wieder fallengelassen, wenn es nicht mehr genug Neues und Spannendes zu erreichen gibt.

Eine Flamme brannte jedoch über lange Zeit: Die Liebe zu Astronomie und Optik, brachte mich doch gerade die Astronomie von Wernigerode nach Jena / Tautenburg an das Karl-Schwarzschild-Observatorium.

Als die Zeit meines „Ehrendienstes“ bei der Nationalen Volksarmee in der DDR nach circa 547 Tagen im Jahre 1978 zu Ende ging, folgte ich den Ruf nach Apolda zur Volkssternwarte.

Hier habe ich mein Hobby, die Liebe zu den Naturwissenschaften, im Besonderen zur Astronomie und zwangsläufig auch zur Optik, zum Beruf gemacht, indem ich bei Carl Zeiss in Jena auf dem „zweiten Bildungsweg“ eine Ausbildung zum Feinoptiker absolvierte.

Erworbenes Wissen an Andere weiterzugeben, das Arbeiten mit jungen Menschen, diese in die Geheimnisse der Optikfertigung und in die Welt der Nanometer einzuführen, prägte meinen weiteren Schaffensweg. Anfang der 80er Jahren wurde ich Lehrausbilder für Feinoptiker bei Carl Zeiss in Jena.

 

 

Inspiriert durch die Feinoptiker-Lehrbücher der Herren Pforte, Reichelt, Gräfe und Kuss, kam mir die Idee, ein weiteres Fachbuch für Feinoptiker zur Prüftechnik zu erarbeiten.

Die Familiengründung und ein fünfjähriges Ingenieurstudium ließen aber nur eine Materialsammlung zu.

Die Turbulenzen der Wende und der Zerfall einer Illusion beendeten erst einmal den Gedanken an dieses Projekt. Es galt, die soziale Existenz abzusichern.

Eine glückliche Fügung brachte die Chance, 1999 wieder in die Berufsausbildung zum Feinoptiker einzusteigen. Das Schott-Zeiss-Bildungszentrum, heute durch einen weiteren Gesellschafter - die Jenoptik - zum Jenaer Bildungszentrum firmiert, gab mir die Möglichkeit, dort weiterzumachen, wo ich vor Jahren aufgehört hatte.

In Ermangelung geeigneter Ausbildungsmaterialien wurde an einem Fachbuch für Feinoptiker gearbeitet, das dann durch ein Autorenkollektiv mit dem OptoNet e.V. 2003 realisiert wurde.

Durch mein Engagement in verschiedenen Gremien der Berufsausbildung reifte in mir der Gedanke, ein „Tabellenbuch Optik“ zu schaffen, um auch für die Feinoptiker ein Handbuch zu haben, in dem man schnell, einfach, kurz und bündig die wichtigsten Informationen findet.

Das langfristigste meiner Projekte, der Wissensspeicher Feinoptik, liegt nun in unseren Händen.

Es ist vollbracht, aber noch nicht zu Ende!

 

Herzlichst,

Ihr Ingo Schubert